Tarot Esoterik

Prinzipiell haben Tarot und Esoterik nicht viel mit einander zu tun, werden aber gerne in einen Topf geworfen. Tarot ist eher als eine Entscheidungshilfe zu sehen, die dir einen anderen Blickwinkel auf die täglichen Herausforderungen des Alltags bietet. Frage nicht gezielt nach einer Lösung für ein Problem, sondern halte deine Fragen allgemeiner. Die Tarot Karten werden dir nicht sagen, wie du dich exakt in einer Situation verhalten sollst, sondern dir eine Perspektive für ein Umdenken bei Problemen geben.

Es gibt viele verschiedene Tarot Karten, sogenannte Decks. Zu den bekanntesten Decks gehören das Marseille Tarot, das Rider Waite Tarot und das Crowley Tarot (auch Toth Tarot).

Ausführliche Erklärungen zu diesen Tarot Decks findest du hier:

Marseille Tarot
Rider Waite Tarot
Crowley Tarot

Hohepriesterin Marseille TarotWie schon gesagt, gibt es keine reine Tarot Esoterik. Das zeigt schon die Geschichte des Tarot, die in Europa im 14. Jahrhundert im Jahre 1367 erstmals schriftlich erwähnt ihren Ursprung findet. Es wird allerdings vermutet, dass die ersten Tarot Karten aus der islamischen Welt mit einer Anzahl von 52 Karten nach Europa kamen. Hier zeigt sich auch schon der Unterschied zum esoterischen Glauben. Laut Esoterik soll das Tarot einen ägyptischen oder hebräisch-kabbalistischen Ursprung haben, wofür es aber keinerlei Beweise gibt. Historisch scheint diese Auffassung sehr fragwürdig.

Kann man Tarot lernen?

Auf jeden Fall kann man das Kartenlegen lernen. Es gibt zahlreiche Internetseiten und Bücher zu diesem Thema. Prinzipiell gilt, dass man sich zunächst auf das Spiel mit den Karten so ungezwungen wie möglich einlassen sollte. Vieles lernt man auch beim Tarot aus der Anwendung der Karten und den Überlegungen, die sich daraus ergeben. Zur Deutung gibt es einige gute Bücher, welche Deutungshinweise zu allen Karten geben und somit Denkanstöße für die eigene Deutung liefern.

Bestenfalls lässt man sich aber von einem Dritten die Karten legen. Wir neigen beim Kartenlegen dazu unser Hintergrundwissen um Wünsche, Sorgen und Träume mit in die Deutung einzubauen, was uns zu voreingenommen für eine objektive Kartendeutung macht.